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„Zahl der privaten Insolvenzen stieg überdurchschnittlich“
Privatpersonen-Datenbank von Creditreform
Der Verband der Vereine Creditreform pflegt die weltweit größte Datenbank über bundesdeutsche Unternehmen. Aber damit nicht genug: Die 130 Büros in Deutschland verwalten auch eine Privatpersonen-Datenbank, in die sofort nach ihrer Veröffentlichung alle Negativmerkmale eingepflegt werden.
Sobald ein Schuldner eine Haftanordnung (HA) zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung erhalten hat oder aber eine Eidesstattliche Versicherung (EV) abgegeben hat, werden diese Sachverhalte als Negativmerkmal gespeichert.
Nach Ablauf von drei Jahren werden diese Negativmerkmale automatisch taggenau wieder gelöscht. Gläubiger können danach jedoch eine erneute Offenlegung der Vermögensverhältnisse bzw. eine neuerliche EV verlangen, sofern sie ihre Forderung gerichtlich festsetzen ließen und somit einen sogenannten Titel erwirkt haben. Titel haben eine Gültigkeit von 30 Jahren.
Eine andere Möglichkeit als die automatische Löschung nach drei Jahren ist die Tilgung der Schuld. Dann kann der Eintrag sofort wieder gelöscht werden. Diese Löschung muss vom Schuldner beantragt werden.
Das dritte und negativste Schuldenmerkmal ist die Insolvenz. Reine Insolvenzanträge und sofort abgewiesene Verfahren werden jedoch häufig nicht registriert, da sie nicht veröffentlichungspflichtig sind. Wir berichten nachfolgend also nur über die veröffentlichten Insolvenzverfahren.
Bei dieser speziellen Auswertung auf den Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe ist also nicht auf die verschuldeten, sondern überschuldeten Privathaushalte in OWL fokussiert worden. Als Auswertungszeitpunkt wurde das Jahresende 2009 im Vergleich zum Jahresende 2008 gewählt. Die Ergebnisse geben einen Hinweis auf die wirtschaftliche Situation in der Region.
Die komplette Auswertung ist sehr umfangreich. Aus diesem Grund haben wir diese für Sie zum bequemen Lesen in eine .pdf Datei gewandelt, die Sie nachfolgend einsehen können.
Pressekonferenz Feb 2010 91.44 Kb
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